Ben und der ewige Juckreiz

Ben Bär, die arme Socke….Seit geraumer Zeit quält ihn ein heftiger Juckreiz. Rote Haut, Krusten, Unruhe halten uns beide des Öfteren wach…..Bürsten, Wundsalben und zuletzt auch Antibiotika haben keine Lieferung gebracht.

Jetzt fiel mir das gute Hundeshampoo von meinem Vater ein. Extra viel Pflege, Rückfettung für die Haut etc. Also war heut kurzer Hand Duschen angesagt.

Ben Dusche

Ben war subber brav und entspannt. Hat sich in die Dusche gesetzt und die Prozedur ganz entspannt über sich ergehen lassen. Wenns ihm jetzt noch dauerhafte Linderung bringt wäre das perfekt.

Neuigkeiten zu Ben

Anfang Januar hatten wir den Eindruck, dass es Ben nicht so gut geht und er Schmerzen hat. Daher haben Tino und wir uns entschlossen, ihn ein bisschen auf den Kopf stellen zu lassen. Wir hatten Bedenken, dass eine der Hüften Ärger macht und es ihm deswegen nicht so gut geht. Ben wurde untersucht und geröngt……

Die gute Nachricht ist, die Hüften machen keine Probleme, auch die Arthrose ist nicht schlimm, so dass von hier keine Schmerzquelle ausgeht. Das Röntgenbild hat gezeigt, dass Ben oben an der Wirbelsäule eine Verengung des Nervenkanals hat. Ein Teil eines Wirbels scheint auch drauf zu drücken, so dass Informationen über die Nervenbahnen nur zeitverzögert im Hirn ankommen und auch zeitverzögert wieder zurück gegeben werden. (cauda equina). Das erklärt seinen „schlurfenden“ Gang in den Hinterläufen und auch die von Zeit zu Zeit auftretenden Schmerzen.
Cauda euqina ist nicht therapierbar, nicht operabel…….aber man kann einiges tun, um Ben’s Leben so schön und schmerzfrei wie möglich zu machen.

Was gut für Ben ist, ist die Wasser-Physio. Das wird ein stetiger Begleiter in seinem Leben sein. Wichtig und unabdingbar ist ein Muskelaufbau. Dazu wird Ben einmal die Woche bei unserer Physio im Wasserlaufband „getrietzt“ 🙂 und auch wir werden ihn daheim regelmäßig auf das Laufband packen. (zus. zu den Runden, die er eh mit uns und den Mädels dreht)
Und im Sommer wird er wieder an den Pool gewöhnt, so dass er Gelenkschonend im Wasser vor sich hin paddeln kann.

Auch das Wackelbrett ist gut für ihn und laufen soll er viel. Bei Bedarf bzw. bei akuten Schüben kann er Schmerzmittel bekommen.

Ben hat zus. einen chronisch entzündeten Darm (IBD – inflammatory bowel disease). Daher kommen die sporadischen, aber immer wiederkehrenden Durchfälle. Auch hierzu haben wir für den Notfall Medis bekommen; und zus. soll er Braunhirse bekommen. Die hilft gegen die entzündlichen Prozesse im Körper und tut ihm gut.

Zur Unterstützung wird Ben auch noch homöopathische Mittel bekommen und für die Nerven wollen wir es mit Akkupunktur und chin. Kräutern probieren. Hier haben wir von anderen Betroffenen schon positive Rückmeldungen bekommen und wenn Ben die Ruhe bewahrt 🙂 werden wir ihn regelm. akkupunktieren lassen. Damit ist klar, dass Ben nicht vermittelt werden kann und wir uns weiterhin um ihn kümmern.

Wir schauen, dass wir in regelm. Abständen weiterhin über Ben berichten und seine Spender und Freunde auf dem Laufenden halten.

Pool

5 Monate in seinem „Pflege-Rudel“ :-)

P1160899Ben_Cerstin

Ben im Nov. 2013 – kurz nach der OP und rechts daneben…. Ben heute 🙂

Ben ist nun 5 Monate bei uns in der Familie. Wo stehen wir? Was haben wir bisher erreicht? Was liegt noch vor Ben und uns bzw. seiner neuen Familie?
Ben ->

hat seine Hüft OP gut überstanden und ist nut seit etlichen
Wochen schmerzfrei
braucht keine Schmerzmittel mehr
darf sich jetzt mehr bewegen (20 Min. Morgenrunde,
1 Std. Mittags, 20 Min. Abendrunde)
tobt mit unseren 5 Mädels
spielt und tobt gerne mit Chiara (Schäferhündin)
das Toben und Raufen untereinander ist NIE eskaliert oder böse geworden
lässt sich zurechtweisen ohne zu grummeln oder „Zähnchen“ zu zeigen
lässt sich Futter weg nehmen
spielt bzw. kaut gerne auf seinem Ball rum und trägt ihn
durch die Gegend
ist bei unseren Futtersuchspielen mit Feuereifer dabei.
Auch wenn alle 6 Hunde gemeinsam im Garten sind, läuft das ohne Ärger ab.
Apportieren macht ihm Spaß und mittlerweile (nach 2 Futterbeuteln, die ein
jähes Ende gefunden haben 🙂 ) bringt er den Futterbeutel und gibt ihn aus.
hat gelernt, dass „Tür“ auf nicht heißt, ich renn’ dann schon mal vor
kann jetzt angeleint vor der Tür warten
(zwar nicht geduldig und kommentarlos :-)) bis er und
die Mädels das Kommando zum raus gehen bekommen
hat bisher noch nie etwas in der Wohnung kaputt gemacht
(keine Schuhe angekaut, kein Stuhlbein – nix 🙂 )
markiert nicht in der Wohnung
lässt sich einfach auf seine Decke bzw. ins Häuschen schicken
(haben wir nicht mit ihm geübt, das hat er sich von Chiara, unserer
Schäferhündin abgekuckt)
ist ihm Haus kein „Kläffer“ – egal was auf der Straße
vor sich geht, es gibt keine Bellerei.
Derzeit muss er gut 6,5 Stunden alleine bleiben; das klappt wunderbar.
Physio macht ihm Spaß und er geht freudig auf das Galileo „Rüttelboard“ und
absolviert seine Runde im Wasserlaufband super gut.

To do:

Ruhig und gelassen in fremden Situationen gehen bzw. neue Situationen meistern.
Hier ist Ben noch sehr aufgeregt und macht sich seiner Aufregung mit sehr
hellem Gebelle Luft.
Leinenführigkeit – in bekannten Gebieten ist das schon ganz ok, auch wenn er
mit unseren Mädels mit läuft. In neuen Gebieten kommt Ben seine Hibbeligkeit in die Quere und
man bekommt ein gutes Muskeltraining gratis 🙂
Dinge aushalten z.B. wenn es Richtung Auto geht, ist es schwer für Ben das auszuhalten.
Er akzeptiert zwar das Kommando „warte“ aber man merkt ihm an, er steht unter Strom
und ist geneigt, schon mal vorzeitig loszupreschen. Oder wenn er am Gartentor warten muss,
bis er zum Toben in den Garten darf. Hier merkt man deutlich, dass er „Hummeln im Hintern“ hat und
es gar nicht abwarten kann, dass er raus darf. Gibt man ihn dann frei, rennt er los wie ein Verrückter und
muss erst ein paar Mal bellen, um den Stress abzubauen.
PhysioTherapie wird noch eine Weile ein stetiger Begleiter in Ben’s Alltag sein.
Das sollte auch unbedingt weitergeführt werden, damit die bisherigen Erfolge erhalten bleiben
bzw. weiter ausgebaut werden.
Regelmäßiger Kontakt zu „Ben’s Doc.“ in der Tierklinik in Kontrollröntgen
in Frankfurt. (alle 3-4 Monate)

Ben darf sich zur Zeit vermehrt bewegen und lt. Dr. Bonin, sind wir auf einem guten Wege. Es wird auch weiterhin noch so sein, dass man ihn im Bewegungsdrang einschränken muss.
Laufen darf er, auch mal eine größere Strecke, aber nicht dauerhaft.

Im Mai werden wir für gut 1 Woche an die Nordsee reisen und Ben darf mit.
(sollte sich bis dahin Ben’s Mensch noch nicht gefunden haben).

Nach Rücksprache mit Dr. Bonin müssen wir unsere WattwanderTouren neu planen. Die Strecken die wir
beim letzten Mal mit den „Mädels“ gelaufen sind
(3-4 Stunden) ist mit Ben nicht möglich. So große Strecken sind kontraproduktiv .

Auch ob er jemals z.B. mit Fahrradfahren ausgelastet werden darf, ist aktuell noch unklar.
Auch sollte Ben kein Hund sein, den man auf einem Schäferhundeplatz wieder findet.

Gezielte Bewegung und Sport, in Maßen, ist das was er braucht. Zur geistigen Auslastung kann man ihn
gut mit Nasenarbeit beschäftigen. In Kürze werden wir mal testen, wie er sich beim Mantrailing macht.

März 2014 – ein ganzer Tag im Garten

Ben durfte heute (fast) den ganzen Tag mit uns und den Mädels draußen im Garten sein. Es wurde getobt, gerauft und mann höre und staune 🙂 sogar auch mal geruht und entspannt.

Ja, Ben schafft es sogar neuerdings, mal etwas runter zu fahren und zu entspannen. (zumindest hier im Haus oder Garten, in der „wirklichen Welt“ brauchts noch etwas Übung)…..
Im Garten ist er sehr angenehm zu haben. Die erste Stunde hat er zwar gar keine Ruhe gefunden, ist immerzu hin und her, und her in hin 🙂 gelaufen. Aber wer will’s im verübeln?!?

Heute hat er sich wirklich mal ausgepowert, durften laufen, rennen und toben und wir haben es ausnahmsweise mal zugelassen. (hoffe die neue Hüfte nimmt’s nicht krumm ;).
Die Schäfies haben so schön und leise miteinander gespielt; es war richtig schön das anzusehen.

Hier mal ein paar Bilder vom heutigen Tag.

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Jetzt sind alle platt und grunzen und schlummern selig vor sich hin.

 

 

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